Rhönfahrt 2014 Bericht

Unsere Rhönfahrt zur Wasserkuppe startete am 20.06.14. Die Flotte unserer Vereinsmitglieder umfasste eine breite Palette an Segelflugmodellen vom Vereinsschulungsmodell Easyglider über schnelle Hanggleiter bis zum F3J-Modell. Die Fahrt direkt zur Wasserkuppe dauerte kaum länger als 3 Stunden. Dort angekommen haben wir erst einmal gemütlich zusammen pausiert, aber dann gab es kein Halten mehr. Westwind, also zum Westhang! 12° C und ordentlicher Wind, so dass einem die Mütze wegflog. Als Neuling an der Wasserkuppe dachte ich, “Wie soll das denn jetzt gehen, bei dem Wind?”, aber bereits 15 min. später traute ich mich und warf mein Modell hinaus. Es ist einfach fantastisch, mit welchem Tempo sich die Modelle bei diesen Bedingungen fliegen lassen. Nebenbei, 1000 Höhenmeter und ein schöner Blick in die Landschaft. Wir waren alle begeistert. Der zweite Tag dann ähnlich: 10°C und wieder kräftiger Westwind; Fliegen bis in den Nachmittag und dann noch paar Ausflugsziele besucht, u.a. den Weihers Berg und die dortige Enzianhütte. Nebenbei lief noch die Fußball- Weltmeisterschaft! Was will man mehr? Abends saßen wir gemütlich in der Pension zusammen, bei Speis und Trank und schauten ein Spiel an. Am 22.06.14 ging es zurück in unser schönes Ruhrgebiet. An dieser Stelle ein Dankeschön an die Organisatoren und Fahrzeugführer. Gerne wieder, im nächsten Jahr.

Segelflugwettbewerbe

Sieger und Gewinner 2012

2012 sahen so unsere Sieger und Gewinner aus!

2012 begleiteten absolut perfekte Bedingungen unsere alljährliche Vereinsmeisterschaft. Schwacher Wind und eine zumeist deutlich spürbare Thermik ließen selbst einfache Modelle zu ernsthaften Konkurrenten werden. So mussten auch die Besitzer der Top-Modelle sehr konzentriert zu Werke gehen und um jede Sekunde in den vier Durchgängen kämpfen. Klar, dass neben der Spannung eine super Stimmung herrschte. Abschließend wurden unter allen Teilnehmern vier gesponserte Modelle verlost. Das Foto zeigt die glücklichen Gewinner und den Sieger unseres Wettbewerbs, der hier gerne mal in den Hintergrund tritt.

Der Wettbewerb 2013 wurde erstmals in zwei Kategorien (E-Segeln und reines Segeln mit Windenstart) und gemeinsam mit unserem Partnerverein, dem DSC-Wanne-Eickel, ausgerichtet. Fotos der Veranstaltung gibt es [hier] auf einem privaten Picasa-Web-Album.

Segelflug Einleitung

 

Angelehnt an den Vogelflug begann schon früh der Versuch, ein Gerät zu entwickeln, das schwerer als Luft war und sich frei von Fesseln in der Luft bewegen ließ. Dabei musste zuerst neben der Entwicklung tragfähiger Profile für den Tragflügel das Problem der Steuerung gelöst werden.

Gesteuert wird ein um alle Achsen steuerbares Modell mit drei Funktionen:

- Das Querruder im Tragflügel bestimmt die Lage des Modells um die Längsachse und somit maßgeblich die Flugrichtung. Bei einfachen Segelflugmodellen wird häufig auf diese Funktion verzichtet.

- Das Höhenruder im Heck bewegt das Modell um die Querachse und bestimmt Steigen oder Sinken

- Das Seitenruder im Heck bewirkt eine Kraft um die Hochachse und unterstützt den Kurvenflug. Es wird für einige Kunstflugfiguren wie z.B. den Turn benötigt, kann aber in einfachen Modellen mit großer V-Form auch als primäre Richtungssteuer-Funktion verwendet werden.


 

Da das Flugverhalten eines Segelmodells maßgeblich durch die aerodynamischen Eigenschaften des Flügels bestimmt wird, können noch weitere Funktionen für Klappensysteme im Flügel hinzukommen. Diese werden für bestimmte Flugzustände wie Start und Landung oder den Speedflug benötigt.


Segelflugmodelle können eigentlich nur im Außenbereich sinnvoll eingesetzt werden, da hier das für den Segelflug grundlegende Naturphänomen "Thermik" auftritt. Hierbei handelt es sich um aufsteigende Luft, die mit einem Segelflugzeug aufgespürt werden kann und richtig ausgeflogen einen Höhengewinn ermöglicht. In der Halle sind antriebslose Modelle eher Gleitflugzeuge, die nach Verbrauch der kinetischen Energie durch den Abwurf nach kurzer Flugzeit wieder landen. Auf dem Außengelände sind Flugmodelle mit einem Abfluggewicht bis 5 kg zulässig, was bei Segelflugmodellen durchaus Spannweiten von gut 4 Metern zulässt. So kann vom einfachen Zweckmodell über Scale- bis hin zum Kunstflugsegler alles geflogen werden, wobei auf unserem Gelände der Motorsegler der am häufigsten anzutreffende Typ ist. Mit einem leistungsstarken Elektromotor kann in kurzer Zeit eine brauchbare Ausgangshöhe erreicht werden, um dann auf Thermiksuche zu gehen. Für reine Segler steht aber auch eine starke Winde zur Verfügung.